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LinkedIn-Beitrag vom 3. August 2026

Dr. Christof Schürmann

März 2025: PubMed war offline. Ohne Backup, Ersatz oder Zeitplan.

Wer an diesem Tag an einem Kapitel saß und eine Studie nachschlagen wollte, hatte Pech. Und wer genauer hinsah, erkannte etwas, das sonst unsichtbar bleibt: PubMed ist eine staatliche US-Datenbank, finanziert und betrieben von einer Behörde im Ausland. Das Fundament, auf dem ganze Kapitel stehen, gehört jemand anderem.

Die Ausweichangebote in Europa helfen weniger, als man hofft. Sie spiegeln dieselben Daten. Fällt die Quelle aus, bleibt der alte Stand, nicht das aktuelle Wissen. Wer Wochen später eine neue Studie zitieren will, zitiert ins Leere.

Der Ausfall selbst war bald wieder vorbei. Die Abhängigkeit, die er sichtbar gemacht hat, war schon vorher da und ist danach geblieben. Die meisten Autoren haben sie nie bemerkt, weil bisher immer alles geladen hat.

Wenn Sie heute ein Kapitel auf fünf PubMed-Studien aufbauen: Welche davon hätten Sie noch, wenn die Datenbank einen Monat lang wegbliebe?

Zur Einordnung: PubMed als Datenbank besteht weiter, und der vorhandene Bestand bleibt auffindbar. Verletzlich sind Finanzierung und Pflege.

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Ich bin Dr. Christof Schürmann und begleite Fachautoren bei quellenbasierten Sachbüchern. Das Thema kommt aus zwei Richtungen: aus Gesprächen mit Autoren, die den Zugriff auf ihr eigenes Werk verloren haben, und aus der Marktlage bei wissenschaftlichen Literaturdatenbanken. Woran ich arbeite: eine Arche für eigene und fremde Quellen, lokal auf dem eigenen Rechner, mit KI befragbar.

#Wissenschaftskommunikation

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