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LinkedIn-Beitrag vom 23. Juni 2026

Dr. Christof Schürmann

Acht Treffer statt fünfzehn.

Dr. Mareike K. arbeitet an Kapitel 7. Sie gibt der KI den Auftrag: alle Stellen finden, an denen sie „Schilddrüsenunterfunktion” erklärt. Die KI liefert acht Treffer. Mareike weiß, dass es mindestens fünfzehn sein müssten. Die anderen stehen im Dokument: als „Hypothyreose”, als „SD-Unterfunktion”, als „Hashimoto-assoziierte Schilddrüsenfunktionsstörung”. Für die Suche: drei verschiedene Dinge.

Das lässt sich nicht durch einen besseren Suchauftrag beheben. Fachsprache besteht aus Eigennamen, zusammengesetzten Fachwörtern, Schreibvarianten. Die Suche kennt nur die Variante, die Mareike eingetippt hat. Alle anderen Stellen liegen unsichtbar daneben: gleicher Begriff, andere Buchstabenfolge.

In der Praxis bedeutet das: Wer ein Kapitel auf Konsistenz prüft, bekommt eine Teilantwort. „Habe ich diesen Begriff überall gleich erklärt?” bleibt offen. Die fehlenden Stellen sucht man selbst. Stunden, nicht Minuten.

Sobald das Prüf-Verfahren alle Schreibvarianten mitdenkt, liegen alle Treffer auf dem Tisch. Nicht acht. Fünfzehn. Wer ein Sachbuch mit spezialisiertem Fachvokabular produziert, braucht diesen Schritt als Teil des Prüf-Verfahrens, nicht als Nacharbeit.

Wie stellen Sie sicher, dass eine Konsistenzprüfung in Ihrem Manuskript alle Varianten eines Fachbegriffs erfasst?

Grafik zum Beitrag vom 23. Juni 2026