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LinkedIn-Beitrag vom 5. Oktober 2026

Dr. Christof Schürmann

„Das mache ich selbst. Ich weiß doch, wo alles liegt.”

Sagt ein Fachautor über sein eigenes Werk. Fachlich spricht nichts dagegen, niemand kennt seine Texte besser. Eingeplant hat er das Ablegen.

Eine Förderorganisation hat ihren Bestand seit 1990 nachträglich auffindbar gemacht. Vorhanden war er die ganze Zeit; auffindbar wurde er erst, als ihn jemand systematisch erschloss.

Das Ablegen ist der zweite Schritt. Davor wird geklärt, was es überhaupt gibt, alles inventarisiert und festgelegt, was zuerst drankommt. Diese Arbeit plant kaum jemand ein; sie taucht später dort auf, wo keiner damit rechnet.

Nehmen Sie einen Ernährungsmediziner, 25 Jahre im Fach. Drei Sachbücher, rund 40 Fachartikel, Vortragsfolien auf zwei Rechnern und einer Festplatte. Alles da, sagt er. Beim Ablegen zeigt sich:

- Von 40 Fachartikeln liegen 31 als Datei vor, acht als Manuskript mit Abweichungen zur Druckfassung.
- Sein meistgehaltener Vortrag existiert in sechs Fassungen aus zwölf Jahren, keine davon datiert.
- Zum zweiten Buch ist nur noch das gedruckte Exemplar da, die Datei verschwand mit dem alten Rechner.

Solche Punkte kommen mitten im Ablegen auf und halten alles an. Nach meiner Erfahrung steckt darin die eigentliche Arbeit; sie ist größer als das Ablegen selbst.

Bei einem lokalen Wissensarchiv, das beim Autor steht, beginne ich mit der Landkarte. Das Gesamtwerk recherchiere ich eigenständig und inventarisiere es vollständig; Prioritäten setzen wir gemeinsam. Das Grundsystem, in dem ein Sprachmodell den Bestand durchsucht, richte ich erst danach ein.

Wie viel Ihr eigenes Material später leistet, entscheidet sich auf dieser Landkarte, lange bevor Sie ein Wort daraus erneut verwenden. Wie viele Fassungen Ihres wichtigsten Vortrags existieren, und welche ist maßgeblich?

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Ich entwickle mit Fachautoren fachlich belastbare Sachbücher in einer KI-gestützten, durchgehend kuratierten Buchproduktion; bis zum quellengeprüften, lektoratsreifen Manuskript.

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