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LinkedIn-Beitrag vom 10. August 2026

Dr. Christof Schürmann

Könnten Sie aus dem Kopf aufzählen, was Sie je veröffentlicht haben, bis zum letzten Vorwort?

Die großen Bücher kommen sofort. Danach die bekannten Fachartikel, und schon wird die Aufzählung zäher. Irgendwann bleibt eine Lücke, die Sie nicht einmal beziffern könnten, obwohl jedes einzelne Stück Ihren Namen trägt.

Vieles ist über die Jahre aus dem Blick geraten: die Beiträge in Sammelbänden, die Vorworte für Kollegen, die verstreuten Interviews und Vorträge, ein Gespräch in einer Fachzeitschrift, das längst vergessen ist.

Der stille Befund dahinter ist unbequem. Ein Autor mit langer Publikationsgeschichte hat in der Regel kein vollständiges Verzeichnis des eigenen Werks. Das liegt selten an Nachlässigkeit. Über Jahrzehnte entsteht mehr, als ein Mensch im Kopf behält, und niemand hat die Bestandsaufnahme je in einem Zug gemacht. Es fällt erst auf, wenn jemand ernsthaft danach fragt.

Das eigene Werk ist fast immer größer als Sie es gerade präsent haben. Ein Teil Ihrer Autorität liegt genau dort, wo nie jemand den Überblick zusammengetragen hat. Nicht verloren, nur nie an einer Stelle gesammelt, und darin bleibt es im Alltag unsichtbar.

Wenn Sie morgen eine vollständige Liste Ihrer Veröffentlichungen bräuchten: Woraus würden Sie sie zusammensetzen?

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Ich bin Dr. Christof Schürmann und begleite Fachautoren bei quellenbasierten Sachbüchern. Das Thema kommt aus zwei Richtungen: aus Gesprächen mit Autoren, die den Zugriff auf ihr eigenes Werk verloren haben, und aus der Marktlage bei wissenschaftlichen Literaturdatenbanken. Woran ich arbeite: eine Arche für eigene und fremde Quellen, lokal auf dem eigenen Rechner, mit KI befragbar.

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