3 Passagen. Alle inhaltlich korrekt. Alle zu nah an der Vorlage für eine Verlags-Abgabe.
In einem laufenden Manuskript-Projekt lagen in einem einzigen Kapitel drei Passagen so nah am Quellmaterial, dass sie bei der Abgabe ein Problem geworden wären. Kein Satz kopiert. Trotzdem zu nah.
Das ist die stille Falle bei KI-gestütztem Schreiben: Die KI übernimmt Formulierungen aus den Quellen, die ihr gegeben wurden. Nicht weil sie kopiert. Weil sie diese Formulierungen als gutes Vorbild liest. Wer das nicht aktiv prüft, merkt es erst, wenn die Lektorin zurückschreibt: „Seite 47 klingt sehr nah an Müller et al. Haben Sie das so gewollt?”
Ich habe deshalb für jeden Abgabe-Stand einen eigenen Prüflauf eingebaut. Er zeigt mir, welche Stellen im Manuskript zu nah am Quellmaterial liegen. Kein Urteil. Ein Warnlicht. Die Entscheidung, ob eine Stelle umzuschreiben oder als Zitat auszuweisen ist, bleibt beim Autor.
Die drei Passagen wurden vor der Abgabe umgeschrieben. Keine Lektorin musste nachfragen. Kein Verlag musste gebremst werden.
Dieser Prüflauf ist kein optionaler Schritt. Er ist Teil jedes Manuskripts.
Wer prüft in Ihrem Buchprojekt, ob KI-generierte Passagen zu nah an den Quellen liegen, bevor das Manuskript an den Verlag geht?
Methodische Einordnung, keine Rechtsberatung. Für Ihre konkrete Situation: Fachanwalt einschalten.