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LinkedIn-Beitrag vom 16. Juni 2026

Dr. Christof Schürmann

35 Referenzen. Drei davon erfunden, von der KI.

Eine Sprach-KI kann auf jeden Absatz eine plausible Quelle stellen: DOI, Autoren, Jahreszahl, alles sieht aus wie aus einer echten Datenbank. In meinem Probekapitel zu einem Sachbuch zur KI in der Medizin hatte ich am Ende über 35 Belege, viele davon ergänzend KI-vorgeschlagen. Die Stichprobe brachte rund drei Phantom-Studien ans Licht. Eine erfundene Referenz ist eine überprüfbare Lüge. Ein einziger Leser, der nachschlägt, verliert das Vertrauen in das ganze Buch.

Die Korrektur ist Handarbeit: jede Referenz wird gegen CrossRef und PubMed geprüft. Drei mögliche Befunde pro Quelle: existiert korrekt, existiert aber falsch zitiert, existiert nicht.

Das Ergebnis ist ein Manuskript, das auch dem Leser standhält, der eine einzelne Studie nachschlagen will. Das ist die Bedingung dafür, dass ein Verlag die Quellenliste in der finalen Freigabe akzeptiert.

Welche Schritte führen Sie aus, bevor Sie eine KI-vorgeschlagene Quelle in Ihr Manuskript übernehmen?

Grafik zum Beitrag vom 16. Juni 2026