← Alle Beiträge aus dem LinkedIn-Feed

LinkedIn-Beitrag vom 6. Mai 2026

Dr. Christof Schürmann

„Die KI ignoriert meine Anweisungen bei langen Manuskripten!” frustrierte sich eine erfahrene Programmleiterin.

Sie hatte einen durchdachten Prompt erstellt: Rolle, Aufgabe, Format - alles professionell strukturiert. Nur eines stimmte nicht: Das 50-seitige Manuskript stand direkt nach der Überschrift, ihre detaillierten Analyse-Anweisungen kamen erst danach.

Ein klassischer Experten-Fehler.

Im Tal des operativen Chaos lieferte die KI oberflächliche Zusammenfassungen statt der gewünschten Tiefenanalyse. Nach 50 Seiten Text hatte sie die spezifischen Anweisungen schlicht „vergessen”.

Auf dem Weg zur Berghütte erkannte ich das Problem: Bei langen Kontexten ist die Position entscheidend. KI-Modelle haben eine Art „Recency Bias” - was zuletzt kommt, wird am stärksten gewichtet.

In der Berghütte strukturierten wir um: Erst alle Anweisungen, dann der lange Text. Zusätzlicher Trick: Die wichtigsten Anweisungen am Ende wiederholen (Prompt reinforcement). Die KI lieferte plötzlich präzise Marktanalysen mit allen gewünschten Details.

Das Ergebnis? Ihre Lektoren bekommen jetzt präzise KI-Unterstützung, die sie selbst steuern. Keine IT-Abteilung nötig. Die Autoren erhalten konstruktives Feedback in Stunden statt Wochen.

Die Berghütten-Philosophie in Aktion: Du musst verstehen, WIE die KI deine Anweisungen verarbeitet, nicht nur WAS du sie fragst. Human-in-the-Loop bedeutet, die Kontrolle über die Kommunikation zu behalten.

Wo platziert ihr lange Texte in euren KI-Prompts - am Anfang oder am Ende?

Grafik zum Beitrag vom 6. Mai 2026