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LinkedIn-Beitrag vom 15. Juli 2026

Dr. Christof Schürmann

Achtzehn Monate zwischen fertigem Manuskript und Buchhandel. In dieser Zeit wird Ihr aktuelles Thema zu einem von gestern.

So lange dauert es im klassischen Verlagsweg von der Abgabe bis zum Erscheinen. Anderthalb Jahre, in denen sich am Manuskript nichts mehr ändert, der Markt aber weiterläuft. Diese Zeit sieht aus wie eine Pause, kostet aber Marktpräsenz: das Fenster, in dem Ihr Thema zieht, verstreicht ungenutzt.

Das Thema, das heute zieht, tritt bei Erscheinen gegen das an, was dann zieht. Was heute neu ist, ist in anderthalb Jahren vertraut. Der Moment, in dem Ihr Buch hätte ankommen können, ist womöglich vorbei, bevor es überhaupt im Regal steht.

Deshalb plane ich den Erscheinungstermin vom Markt her rückwärts, nicht vom Fertigstellungsdatum. Die Leitfrage ist nicht, wann das Manuskript fertig wird, sondern welches Markt-Fenster sich wann schließt. Das klingt simpel und sortiert den ganzen Produktionsweg neu.

Mit den heutigen, KI-gestützten Produktionswegen sind drei Monate von der Abgabe bis zum fertigen Buch machbar statt achtzehn. Dann bleibt das Fenster offen.

Diese Rechnung gehört an den Anfang eines Projekts, nicht ans Ende. Wer sie erst bei der Abgabe aufmacht, rechnet in ein Fenster hinein, das sich schon schließt.

Wie viele Monate liegen zwischen Ihrem fertigen Manuskript und dem Tag, an dem es im Buchhandel steht, und trägt Ihr Thema diesen Abstand überhaupt?

#Sachbuch

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