300 Mitarbeiter, eine IT-Ressource und plötzlich nutzen alle ChatGPT. Was könnte schief gehen?
Vorgestern erreichte mich ein Anruf einer Verlegerin: „Christof, unsere Autoren und Lektoren nutzen KI-Tools wild durcheinander. Jeder macht sein eigenes Ding. Wir brauchen dringend Richtlinien, aber wo fangen wir an?”
Typisches Tal-Problem: Operative Hektik ohne Struktur. Jeder experimentiert mit KI-Assistenten für Recherche, Textbearbeitung und Lektorat - aber ohne gemeinsame Standards.
Mein Vorschlag überraschte sie: „Lassen Sie uns KI nutzen, um die KI-Richtlinien zu entwickeln.”
Der Weg zur Berghütte: Ich orchestrierte einen mehrstufigen Prozess. KI-Agenten analysierten bestehende Verlagsworkflows, identifizierten Datenschutz-Risiken und generierten einen strukturierten Richtlinien-Entwurf. Schwerpunkte: Manuskript-Vertraulichkeit, Autorenrechte, Qualitätskontrolle und menschliche Aufsicht bei kreativen Entscheidungen.
In der Berghütte: Klarheit statt Chaos. Der KI-generierte Entwurf diente als Basis für den Workshop mit dem Rechtsberater. Statt bei Null anzufangen, konnten sie direkt über konkrete Punkte diskutieren: Wann dürfen Lektoren KI einsetzen? Wie schützen wir Autorendaten? Welche Transparenz brauchen Leser?
Das Ergebnis: Eine praxistaugliche KI-Governance in 4 Wochen statt monatelanger Gremiensitzungen. Die Verlegerin behält die Kontrolle, während KI-Agenten die Vorarbeit leisten.
Wie regelt ihr den KI-Einsatz in euren Verlagen und Redaktionen?