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LinkedIn-Beitrag vom 25. Mai 2026

Dr. Christof Schürmann

Nach 2,5 Jahren Verlagsprojekten ist mir eines klar geworden: Die großen KI-Automatisierungsträume scheitern meist an der Realität.

Letzte Woche saß ich mit einer Verlegerin zusammen, die frustriert von ihrem gescheiterten KI-Projekt erzählte. „Wir wollten alles automatisieren - von der Manuskriptprüfung bis zur Marketingtexterstellung. Am Ende hatten wir Datenschutzprobleme, die KI erfand Fakten und niemand wusste mehr, wer wofür verantwortlich ist.”

Diese Geschichte höre ich immer öfter. Verlage träumen von vollautomatisierten Workflows, aber die Realität sieht anders aus: KI-Halluzinationen bei Sachbüchern, Datenschutzbedenken bei Autorendaten, fehlende Governance bei kreativen Entscheidungen.

Meine Berghütten-Philosophie zeigt einen anderen Weg:

Im Tal herrscht das operative Chaos - endlose Revisionsschleifen, manuelles Copy-Paste zwischen Tools, E-Mail-Ketten ohne Ende. Hier scheitern die großen Automatisierungsprojekte.

Auf dem Weg zur Berghütte konzentrieren wir uns auf steuerbare Prozesse. Statt alles zu automatisieren, orchestrieren KI-Agenten nur die Bereiche, wo Human-in-the-Loop funktioniert. Ein Lektor behält die Kontrolle über die Qualität, während KI-Tools die Recherche und Formatierung übernehmen.

In der Berghütte entsteht Klarheit: Verlage kontrollieren ihre kreativen KI-Prozesse selbst. In 4 Wochen statt 4 Monaten zu funktionierenden Workflows - ohne die typischen Fallstricke großer Automatisierungsprojekte.

Welche KI-Projekte sind bei euch gescheitert und warum?

Grafik zum Beitrag vom 25. Mai 2026