„Das wird nie funktionieren” - war die erste Reaktion einer Verlegerin auf meine KI-Manuskriptanalyse-Idee.
Eine traditionelle Verlegerin aus dem Literaturbereich. Skeptisch gegenüber allem, was nach „künstlicher Intelligenz” klang. Aber genau diese Skepsis hat mich gereizt.
Statt stundenlanger Präsentationen über KI-Potentiale habe ich einen anderen Weg gewählt: Ich habe in 48 Stunden ein funktionsfähiges MVP entwickelt. Ein KI-gestütztes System, das eingehende Manuskripte analysiert und Marktpotential sowie Genrezuordnung vorschlägt.
Das Ergebnis? Nach 15 Minuten Live-Demo war aus „Das wird nie funktionieren” ein „Wann können wir anfangen?” geworden.
Die konkrete Herausforderung war ihre Befürchtung, dass KI das Lektorat ersetzen würde. Die konkrete Lösung: Ich habe ihr gezeigt, wie KI die Lektoratsexpertise verstärkt, nicht ersetzt - ganz nach der Berghütten-Philosophie.
Das MVP hat drei entscheidende Dinge geleistet: Es hat Vertrauen geschaffen, den praktischen Nutzen für den Verlagsalltag bewiesen und neue Möglichkeiten für die Manuskriptbewertung eröffnet.
Meine persönliche Erfahrung: Ein funktionierender Prototyp überzeugt mehr als jede Theorie. Gerade im traditionellen Verlagswesen ist „Show, don't tell” der Schlüssel.
Als Verlagsleitung bedeutet die Berghütten-Philosophie genau das: Nicht warten, bis andere vorangehen. Sondern selbst die Initiative ergreifen, Machbarkeit demonstrieren und neue kreative Prozesse durch praktisches KI-Pioneering erschließen.
Wie nutzt ihr MVPs, um KI-Skepsis im Verlagswesen abzubauen?